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On the routes of the whales
Moosröschen

Unser neues Schiff, das Moosröschen

So oft scheint der Zufall im Leben eine große Rolle zu spielen. So auch diesmal. Es war eigentlich für das Frühjahr geplant, ein Schiff für unserer große Reise zu finden. Wir hatten unser Dornröschen für das Winterlage im Wasser nach Eckerförde verlegt. Diese Stadt ist etwas ganz besonderes für uns. Sie hat einen ganz besonderen Flair – schöne Einkaufsmöglichkeiten und von ganz tollen Menschen bewohnt.

Im Hafen hatten wir auch schnell neue Bekannte und Freunde gefunden. Peter, der hier mit eine Phanton 38 liegt und aus Berlin kam, ist einer von Ihnen. Ich war mit Ihm ins Gespräch gekommen, da ich auch eine Phantom 35 restauriert hatte. So sind wir uns schnell näher gekommen. Und an den Wochenenden haben wir die Abende auch öffter gemeinsam verbracht. Und an einem solchen Abend erzählte uns Peter von dem Kauf seines Bootes. Dabei erwähnte er, dass er vor 3 Jahren aber auch mit einem Schiff gedealt hatte, dass hier in Eckerförde im Fischerreihafen hinter der kleinen Zugbrücke liegt und schon seit Jahren verlassen zu sein scheint. Seine damaligen Versuche das Schiff zu kaufen, waren fehlgeschlagen, weil die Besitzverhältnisse nicht zu klären waren. Aber lt. Peter lag das Schiff dort noch immer. Ina und ich schauten uns nur an – und noch am gleichen Abend vereinbarten wir, uns das Schiff am nächten Tag mal anzuschauen.

Der nächste Tag – der erste Eindruck! Größe – Form usw. passen – Aber Arbeit und noch mehr Arbeit – Ina und ich waren uns im klaren, dass geht nur wenn das zu einem außergewöhnlichen Preis zu bekommen ist. Peter hatte in der Zwischenzeit wohl mit dem Hafenmeister von unserem Hafen gesprochen und dieser hatte ihm eine Telefonummer von den Stadtwerken Eckerförde gegeben. Dort sollte die zuständige Sachbearbeiterin weitere Informationen über das Schiff geben können. Die habe ich dann am Montag auch sofort angerufen. Es stellte sich heraus, dass der alte Eigner des Schiffes wohl lange Zeit nicht auffindbar war und dann die Hafengebühren auch nicht zahlen konnte. So haben die Stadtwerke dann das Eigentum an dem Schiff als Ausgleich ihrer Kosten erhalten. Nach einigem Verhandeln waren wir uns dann auch schnell einig geworden. Die Stadtwerke wollten den Liegeplatz so schnell wie möglich frei bekommen und sind uns deshalb auch Preislich sehr entgegen gekommen. Am darauffolgenden Mittwoch haben wir dann den Vertrag bei den Stadtwerken unterschrieben – nachdem Ina das Schiff nocheinmal von innen genau begutachtet hatte.

An dem davorstehenden Wochenende haben wir dann das Schiff von dem Stadthafen hinter der Zugbrücke zum Segelclub Eckerförde überführt. Dort haben wir für den Winter einen Liegeplatz gefunden.

One Comment

  • Hans-Joachim Reiter

    Ja, der Zufall spielt im Leben oft eine entscheidende, gar richtungsweisende Rolle! So hatte ich zufällig die Möglichkeit im Sommer 1967 zu fotografieren.
    Ich war noch Student, machte mit meinen Eltern und meiner Schwester Urlaub in Österreich, und mein Vater überließ mir unerwartet seine Kamera. Es war eine einfache Kamera, in die ein Rollfilm mit 12 Aufnahmen eingelegt werden konnte. Ich hatte noch nie fotografiert! Es machte mir von Tag zu Tag mehr Spaß.
    Zuhause angekommen, gingen die Filme sofort ins Labor zum entwickeln und dem Auftrag, je einen Abzug herzustellen. Gespannt wartete ich auf die Ergebnisse! Alsbald konnte ich die Fotoarbeiten im Fotofachgeschäft mit Labor abholen.
    Der Geschäftsinhaber, ein versierter Kenner der Fotografie, war von den Bildern begeistert. Er stellte mir einige Fragen zum Thema Fotografie. Meine Antworten verrieten ihm, dass ich blutiger Anfänger war. Er meinte, ich hätte Begabung zum Fotografieren. Er zeigte mir ein Kameramodell, das neu auf den Markt gekommen ist. Es war eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera aus dem Hause Zeiss. Er führte mir das Modell im Wechsel der Objektive mit Erläuterungen über die vielfältigen Möglichkeiten, die solch‘ eine Qualitätskamera mir bieten würde, vor. Ich war sehr begeistert von dieser Kamera und erkannte in diesem Gespräch, welche Wege mir diese Fototechnik öffnen würde. Ich bedankte mich für das interessante Gespräch und die Kenntnisse, die ich daraus erfahren hatte. Aber in meiner jetzigen Situation als Student mit geringem Einkommen aus kleinen Nebenjobs ist solch‘ ein Kauf nicht zu machen. Vielleicht später nach Abschluss meines Studiums.
    In der Freude über die Beurteilung meiner Fotos erzählte ich meiner Mutter begeistert von dieser Kamera, und wir schlossen das Gespräch auch mit der Erkenntnis, dass es zu einem späteren Zeitpunkt für mich möglich sein wird, mit dieser Kamera zu fotografieren. Meine ersten Fotografien fanden in der Familie und bei Freunden Zustimmung und Anerkennung.

    Es kam Weihnachten 1967! Unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum sah ich im Lichterglanz der Kerzen an meinem Platz ein großes, fein eingepacktes Paket. Beim Öffnen des Geschenkpaketes zeigte sich mir zu meiner großen Freude die Kamera, die mir im Fotogeschäft vorgeführt wurde.
    Damit war vor 54 Jahren an diesem Weihnachtsfest der Grundstein meiner heutigen Fotografie gelegt! Sehr dankbar bin ich meinen Eltern, dass sie mir damals mit dieser Kamera den Weg in die Welt der Fotografie öffneten. Wäre nicht durch das damalige Ereignis, die Überlassung der Kamera meines Vaters während des Urlaubes, so hätte ich mich wahrscheinlich niemals dem Thema „Fotografie“ gewidmet. Erst durch dieses zufällige Ereignis wurde ich auf die Fotografie aufmerksam!

    Hans-Joachim

    Ihre Geschichte zum Erwerb des Bootes „Moosröschen“ war sehr interessant zu lesen. Das Leben schreibt die Geschichten!

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